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9 Dinge, die man auf der Driving Range nicht tun sollte (Etikette!)

Etikette war und ist immer noch ein großes Thema im Golfsport. Wer den Platz und andere Golfer nicht angemessen respektiert, dem können ein bis zwei Strafschläge angerechnet werden. Bei schweren Verstößen während eines Turniers kann sogar eine Disqualifikation erfolgen. Mal abgesehen davon, dass ein Club auch grundsätzlich Spieler vom Spielbetrieb ausschließen darf.  

Störung von Mitspielern beim Abschlag, Divtots einsetzen und angemessene Kleidung sind wohl die bekanntesten Etikettregeln. Gerade die Kleiderordnung auf dem Platz hat sich stark verändert. Viele Clubs schreiben immer noch lange Hosen und Röcke bis über die Knie vor. Das wird aber nur noch in den seltensten Fällen verfolgt. Dennoch gibt es Regeln, die noch aktiv beanstandet werden. So auch informelle Regeln, die nirgendwo geschrieben stehen, aber trotzdem einen aufrichtigen Golfer ausmachen. 

Doch was unterscheidet Driving Range zum Course?

Die Driving Range wird aktiv zum Aufwärmen oder Trainieren betreten und ist ein meist separierter Teilbereich der Anlage. Also eine große Wiese, auf der man Schläge üben kann. Je nach Platz findet man dort auch Putting-Greens oder Bereiche zum Üben von Pitches oder sogar Bunkerschlägen. 

Ein Teil der Driving Range ist meist überdacht, sodass man auch im Regen oder bei schlechterem Wetter (d.h. unter den gleichen Bedingungen) an seinem Schlag arbeiten kann. Ballautomaten, welche die Spieler mit Trainingsbällen versorgen, sind meist am Eingang zu finden.  

Vor der Tee-Time, also der Abschlagszeit, werden meist noch 1-2 Ballkörbe auf der Driving Range geschlagen, um sich einzuspielen. So kann man sich aufwärmen und in den Schlag reinkommen, bevor man auf die Range geht. Daher ist es eher selten, jemanden 2h auf der Range zu sehen, auch wenn bei einigen Golfkollegen dort Bedarf besteht. ;)

Wichtigste 9 Punkte der Etikette für die Driving Range:

Zudem befindet sich neben der Range oft eine Garage oder ein Raum, welcher in die Range eingegliedert ist. Dort trainieren die Pros mit ihren Schülern. Dazu gehört ein reservierter Bereich auf der Abschlagsfläche.  

1. Bereitet sich ein Spieler auf den Schlag vor, wird er nicht mehr gestört. Hier gilt die gleiche Regelung wie auf dem Platz. Aber: Gespräche und Bewegungen sind natürlich auf der Range erlaubt, selbst wenn jemand den Ball anspricht. Da sieht es auf dem Platz ernster aus. 

2. Falls man mit dem Aufwärmen fertig ist und noch Bälle im Eimer hat, ist es gern gesehen, diese Bälle dem Nachbarn oder einem Bekannten (der ebenfalls gerade trainiert) zur Verfügung zu stellen. Dies ist aber von Club zu Club unterschiedlich.

3. Bei Ranges mit Echtrasen werden zwei Linien von den Greenkeepern gespannt, um zu signalisieren, dass dazwischen Abschläge erfolgen dürfen. Gerade im Winter ist das wichtig. Sonst werden über die Wintermonate immer die gleichen Stellen des Rasens beschädigt und dieser hat keine Chance, nachzuwachsen. Die Position der Linien rotiert meist wöchentlich von vorne nach hinten. 

4. Auf der Range darf gesprochen werden. Selbstgespräche sind ebenfalls normal. Der Ton wird lauter, als man Smalltalk im Café führt? Zu laut! Sofern andere Golfer auf der Range sind.

5. Geschlagene Bälle werden nicht nochmal berührt. Sofern man keine -5 Meter geschlagen hat, liegen die Bälle in Schlagrichtung weiter vorne. Sollten Bälle zum erneuten Schlag eingesammelt werden, ist das in mehreren Hinsichten doof:

- Die Platzinstandsetzung, die Range, sowie die Greenkeeper und die Maschinerie kosten viel in der Erhaltung. Dies wird ebenfalls durch den Obolus der Ballmarken/-Karten auf der Range aufrechterhalten. 

- Man stößt den Anderen vor den Kopf, weil sie sich immer ihre Bälle am Automaten holen.

- Man behindert die restlichen Golfer beim Abschlag, weil man um dich herum spielen muss. Oder sie müssen warten, bis du fertig mit aufsammeln bist.

6. Laute Musik ist Tabu. Kopfhörer wären natürlich ein Ansatz, aber man muss bedenken: ein “FORE!” sollte man noch hören können. Um die anderen Mitspieler nicht zu abzulenken sollte man auf das Hören von lauter Musik verzichten. 

1. Schlägerschmiss, Wut und Frust. Man sollte sich beherrschen können. Wir alle wissen, wie frustrierend Golf sein kann. Aber wir sind ja auf der *Range*. Calm down!

7. Mit den Rangebällen auf die Runde gehen. Die Trainingsbälle aus dem Automaten sind nur für die Driving Range bestimmt. Meist sind diese von geringerer Qualität und in verschiedenen Farben ausgegeben. Gebrandet mit “Range”, “Training” oder “Practice” sind diese schnell zu unterscheiden. 

8. Divots werden selten wieder eingesetzt. Die herausgeschlagenen Grasnarben werden nur wieder eingesetzt, wenn man dabei keine anderen Golfer behindern würde. In einem 2 Meter Radius stellt dies also kein Problem dar. Sobald man aber 5+ Meter auf die Rangefläche laufen müsste, lässt man den Divot besser liegen.

9. Generelle Einhaltung der Etikette. Man sollte sich, unabhängig von der Örtlichkeit auf der Anlage, immer an die Etikette halten. 

- Beim Schlag außerhalb des Sichtfeldes stehen. So lenkt man den schlagenden Spieler nicht ab.

- Nach dem Bunkerschlag wird ein Rechen benutzt, um die Sandfläche wieder zu glätten. 

- Mobiltelefone bleiben möglichst ausgeschaltet. Das Handyklingeln oder sonstige Geräusche des Mobiltelefons sind verpönt. Telefonate hingegen gewinnen immer mehr an Normalität. Wahrscheinlich drehen sich manche Golfer dennoch augenrollend von Ihnen weg. 

- Die Puttlinie darf nicht durchbrochen werden. Beim Putten auf dem Putting Green, sowie auf der Runde, konstruiert der Spieler eine gedachte Linie zwischen dem Ball und dem Loch. Diese Linie nennt man “Puttlinie”. Man tritt keinesfalls direkt auf diese Linie eines Mitspielers. Falls doch, entschuldigt man sich sofort. Das gebührt Respekt.  

Puh… das waren jetzt ganz schön viele Regeln zum besten Verhalten auf der Driving Range. Wenn Sie einmal etwas vergessen sollten, machen Sie sich keinen Kopf darum. Ehrlichkeit und Entschuldigung sind der richtige Weg. Keiner wird Ihnen den Kopf abreißen. Anfänger haben dort Welpenschutz. 

Ein Grundsatz gilt: Fair bleiben!

Auch wenn man auf der Driving Range keine direkten Mitspieler hat, gilt immer noch der Grundsatz: ”Was du nicht willst, was man dir tut, das füg auch keinem And’ren zu!

Und jetzt: Ab auf die Range!

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