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Zielen beim Golfen – so klappt das Putten noch besser

Viele Golfer – meist sogar unabhängig von deren Handicap – kennen das Problem: das Ziel, das Loch, ist in greifbarer Nähe. Nun muss „nur noch“ richtig geputtet werden. Doch genau hierin liegt oft eine ganz besondere Herausforderung.  

Wer hat sich in der Vergangenheit (und sei es beim Minigolf) nicht darüber geärgert, dass der Ball einfach nicht sein Ziel erreichen wollte? Damit die Frustration am Loch bald der Vergangenheit angehören kann, ist es wichtig, korrekt zu zielen.  

Doch wie kann dies eigentlich gelingen? Was braucht es, um mit möglichst wenigen Versuchen einlochen zu können? Und welche Rolle spielt in diesem Zusammenhang die mentale Stärke?  

Mit den folgenden Tipps dürfte das Zielen noch ein wenig leichter fallen.  

Ganz wichtig: ruhig bleiben!  

Ja, es hört sich nach einer Art „Standardtipp“ an, aber es stimmt: wer es schafft, seine Nerven beim Putten im Zaum zu halten, schafft bessere Voraussetzungen dafür, dass der Ball schlussendlich mit weniger Versuchen im Ziel landet.  

Hier kann es durchaus helfen, unter anderem auch mentales Training in seinen Vorbereitungsalltag einzubauen. Vor allem ein Mix aus Yoga, Pilates und positiven Mantras kann hier helfen, sich optimal auf die spannende Situation zum Ende des Turniers vorzubereiten.  

Wer zudem weiß, dass seine Schwächen gerade im Zielen auf einer vergleichsweise kurzen Distanz liegen, sollte genau diese Szenarien bewusst üben. Je öfter diese Art der „Konfrontationstherapie“ stattfindet, umso größer ist auch die Wahrscheinlichkeit, dass das Putten auch unter echten Bedingungen nicht mehr allzu starke Herzklopfen hervorruft.  

Welche Faktoren müssen für das „perfekte Zielen“ zusammenspielen?  

Damit ein Golfball seinen Weg in das Loch findet, braucht es definitiv mehr als „nur“ Glück. Eine besonders wichtige Rolle spielen vielmehr unter anderem:  

  • der richtige Schläger
  • die korrekte Handhaltung
  • die Schwungbahn bzw. der Schwung im Allgemeinen
  • die Schlagfläche und deren Verhältnis zum Ball
  • der Punkt, an dem der Ball getroffen wird  

und selbstverständlich auch die Tagesform. Kommt es auch nur in einem der genannten Punkte zu einem Missverhältnis, kann es schon sein, dass der Golfball sein Ziel nicht (oder nur auf der Basis mehrerer Versuche) erreicht.  

Die gute Nachricht: das perfekte Zusammenspiel der einzelnen Faktoren kann selbstverständlich geübt werden. Im Laufe der Zeit zeigt sich schnell, worin die häufigsten Fehler liegen, so dass der Golfer weitestgehend gezielt gegensteuern kann.   

Video: PUTTEN - DIE TECHNIK BASICS - GOLF SCHWUNG TECHNIK

Wer jedoch weiß, wie er korrekt zielen muss, hat erfahrungsgemäß schon viel gewonnen. „Zielen“ bedeutet in diesem Zusammenhang jedoch nicht nur, dass das Loch bzw. die Fahne auf der Basis von möglichst wenigen Schlägen erreicht werden sollte. „Zielen“ ist auch mit Hinblick auf das Erreichen von Zwischenetappen wichtig. Immerhin ist das berühmte „Hole in One“ nicht die Regel. Vielmehr ist der Golfer ohnehin dazu gezwungen, auf einem Kurs mehrmals zu zielen, um dann schlussendlich triumphieren zu können.  

In den folgenden drei Tipps soll sowohl auf das Zielen kurz vor der Fahne als auch auf das Zielen zum Erreichen einer bestimmten Zwischenetappe Bezug genommen werden. Wer beide Techniken beherrscht, schafft eine solide Grundlage, auf deren Basis er möglicherweise unter anderem auch sein Handicap verbessern kann.  

Tipp Nr. 1: Die Vorstellungskraft  

Hierbei handelt es sich um einen Tipp, der nicht nur von Anfängern, sondern selbstverständlich auch von Profis immer wieder umgesetzt wird. Die Spieler lassen ihren Blick in die Ferne schweifen. Was für diejenigen, die sich noch nie mit dem Thema Golfsport auseinandergesetzt haben, ein wenig „theatralisch“ aussehen mag, hat jedoch einen tieferen Sinn. Denn: in diesem Moment stellen sich die Spieler vor, wie der Ball fliegen muss.  

Die Vorstellung der „perfekten Flugbahn“ kann dabei helfen, Rückschlüsse darauf zu ziehen, wie der Ball geschlagen werden muss.  

Um hier für die idealen Ausgangsbedingungen und eine optimale Beurteilung der Lage sorgen zu können, ist es natürlich wichtig, sich dem Ball im richtigen (Blick-) Winkel zu nähern. Am besten gelingt dies, wenn der Spieler hinter dem Ball steht.  

Nun geht es darum, das Ziel – also die Fahne – anzuvisieren und in Gedanken eine Linie zwischen sich selbst und dem Loch oder dem zu erreichenden Zwischenziel zu ziehen.  

Im nächsten Schritt ist es wichtig, sich richtig zu positionieren (und immer noch besagte Linie im Kopf zu behalten. Denn: jetzt ist es an der Zeit, um an genau diese Linie heranzutreten und sie mit dem vorderen Bereich der Golfschuhe leicht zu berühren. So werden Linie und Spieler zu einer Einheit und die Verbindung zum jeweiligen Zielpunkt wird noch besser. Oder anders: die Füße zeigen an, in welche Richtung der Ball fliegen muss.  

Und genau hierbei handelt es sich um eine wichtige Unterstützung, die dabei hilft, den Ball noch gezielter schlagen zu können.   

Tipp Nr. 2: Entscheiden Sie sich für das „richtige Ziel“  

Gerade dann, wenn sich ein Golfplatz durch vergleichsweise viele Hindernisse auszeichnet bzw. das Ziel noch in weiter Ferne liegt, kann es sich lohnen, nicht direkt auf die Fahne zu zielen, sondern stattdessen einen anderen Bereich als Bezugspunkt zu wählen.   

Vor allem Golf Anfängern fällt es oft leichter, sich so zum Ziel zu „hangeln“ und sich immer wieder neue Bezugsgrößen zu suchen. Letztere müssen übrigens bei Weitem nicht spektakulär sein. Egal, ob Bäume, Erhebungen oder andere Charakteristika: so gut wie jeder Golfplatz bietet hier ausreichend Anhaltspunkte.  

Wer sich für eine bestimmte Stelle entschieden hat, stellt sich wieder die Linie zwischen sich und dem entsprechenden Ziel vor und tritt an diese heran.  

Leider gibt es keine feste Grundregel, anhand derer festgemacht werden könnte, ob es sinnvoller ist, in Etappen oder mit Hinblick auf das Erreichen der Fahne zu planen. Daher ist es am besten, wenn einfach beide Vorgehensweisen im Vorfeld ausprobiert werden. Manchmal entscheiden die Spieler ihr jeweiliges Vorgehen auch einfach aus dem Bauch heraus bzw. machen dieses von den individuellen Gegebenheiten vor Ort abhängig.  

Tipp Nr. 3: Befassen Sie sich im Vorfeld mit den Herausforderungen des zu bespielenden Golfplatzes  

Wer sich im Vorfeld mit dem Golfplatz befasst, an dem das bevorstehende Turnier stattfinden soll, kann von zahlreichen Vorteilen profitieren. Einerseits wirkt es auf viele Golfer (, auch wenn diese schon länger spielen,) oft beruhigend, wenn sie wissen, was auf sie zukommt. Andererseits ist es – beispielsweise mit Hilfe einer Übersichtskarte – oft möglich, schon vorher Überlegungen darüber anzustellen, ob lieber auf die Fahne oder zum Beispiel einen bestimmten Hügel gezielt werden sollte.  

Spieler, die über derart wichtige Entscheidungen nicht vor Ort nachdenken müssen, können letztendlich auch dem finalen Putten oft entspannter gegenübertreten.  

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