So klappt’s mit der Platzreife!

Wer Lust darauf hat, mit dem Golfen durchzustarten, braucht nicht nur ein wenig körperliche Fitness und Geduld, sondern auch die Platzreife. Hierbei handelt es sich um eine Art „Test“, mit der ein neuer Golfer – vereinfacht ausgedrückt – in den Kreis der Spieler aufgenommen werden kann.  

Bei der Platzreife handelt es sich jedoch nicht um eine Art Schikane, sondern um ein Vorgehen, das tatsächlich seine Berechtigung hat – in vielerlei Hinsicht. Wer beispielsweise die Platzreife erlangen möchte, muss unter anderem nachweisen, dass er sich in Bezug auf die geltenden Regeln auskennt. So wird die Basis für einen reibungslosen Spielablauf gelegt. Über die entsprechenden Vorgaben wird jedoch auch unter anderem der Umgang zwischen den Golfern untereinander geregelt.  

Eines bedeutet die Platzreife jedoch nicht: sie sagt nichts über die spielerischen Fähigkeiten des jeweiligen Golfers aus! Wer die Platzreife erreicht hat, kann also noch nicht automatisch gut spielen!  

Und: gerade im Bereich der praktischen Prüfung unterscheiden sich die Ansprüche der verschiedenen Anbieter oft deutlich voneinander. Es kann sich daher lohnen, im Vorfeld – auch mit Hinblick auf die einzuplanende Zeit – noch ein wenig zu recherchieren, um einen Partner zu finden, der optimal zum eigenen Golfstil (und dem Terminkalender) passt.  

Mit dem Kurs zur Platzreife  

Wer die Platzreife erreichen möchte, belegt in der Regel einen entsprechenden Kurs. Besagte Kurse lassen sich in „Theorie“ und „Praxis“ einteilen.  

Klassische Inhalte der Theorie sind unter anderem:  

  • ein Überblick über alle Golfregeln
  • das Verhalten von Golfern untereinander
  • Einsatzbereiche von Schlägern und Techniken  

usw. In der Praxis können die entsprechenden Inhalte dann in die Tat umgesetzt werden. Hier werden unter anderem Griffe, Schwungtechniken und Co. geübt.  

Video: Golfsport - vom Schnupperkurs bis zur Platzerlaubnis

Es gibt jedoch keine verallgemeinernden Regeln darüber, wie lange ein Kurs, der sich die Platzreife seiner Teilnehmer auf die Fahne geschrieben hat, dauern muss. Je nach Anbieter gibt es hier mitunter deutliche Unterschiede. Spieler, die schon einige Erfahrungen auf dem Golfplatz sammeln konnten und dementsprechend über ein eher breites Basiswissen verfügen, benötigen mitunter weniger Zeit als solche, die tatsächlich „von Null“ anfangen.  

Zu guter Letzt sollte auch festgehalten werden, dass ein Spieler, der nicht Mitglied in einem Golfclub ist, selbstverständlich auch die Platzreife erreichen kann. Von ihr wird – den Willen zum Lernen und zum Umsetzen der entsprechenden Regeln vorausgesetzt – niemand per se ausgeschlossen.  

Die theoretischen Inhalte zur Platzreife im Detail  

Die Hauptthemen, die in Bezug auf die theoretischen Inhalte zur Platzreife vermittelt werden, sind die Golfregeln und die Etikette, die unter Golfern als Standard gelten.  

Fragen wie:  

  • Was ist mit Hinblick auf das Zählen auf dem Golfplatz zu beachten?
  • Was passiert, wenn die Penalty Area getroffen wurde?
  • Wie verhält man sich sportlich und fair auf dem Golfplatz?
  • Wobei handelt es sich um klassische „No Go’s“ auf dem Grün?  

und viele mehr werden in diesem Teil der Prüfung beantwortet. Letztendlich dient die Platzreife natürlich auch der eigenen Sicherheit und der Sicherheit der anderen Spieler und sollte daher nicht unterschätzt werden.  

Wie die Bezeichnung der Theorie bereits erahnen lässt, werden die jeweiligen Inhalte oft in den Schulungsräumen der Golfschule behandelt. Um das erworbene Wissen dann umzusetzen, geht es meist hinaus auf den Golfplatz.  

Die praktischen Inhalte – nun darf das Wissen in die Tat umgesetzt werden!  

Wer Wissen zum Thema Golf angesammelt hat, möchte dieses natürlich auch irgendwann gern praktisch umsetzen.  

Im Rahmen der Platzreife wird – gerade mit Hinblick auf den praktischen Teil – vor allem auf Basisinhalte gesetzt. So zeigt der Schulungsleiter seinen Schülern unter anderem auf, wie der Golfschläger bei den verschiedenen Schlägen am besten gehalten werden sollte.  

Der besondere Effekt eines solchen Kurses zeigt sich in der Regel jedoch erst später. Denn: die Inhalte, die hier übermittelt wurden, müssen natürlich in regelmäßigen Abständen geübt werden. So festigen sich die einzelnen Abläufe oft (mehr oder weniger schnell) bis ins Detail.  

Wie funktioniert die Platzreife Prüfung?  

Nach dem Theorie- und dem Praxisteil ist es irgendwann an der Zeit, die Prüfung zu absolvieren. Golfschüler sollten hierzu am besten einen kompletten Tag einplanen.   

Im ersten Schritt muss ein Multiple Choice Test ausgefüllt werden. Die gute Nachricht: die Testkandidaten haben die Möglichkeit, auf das Regelbuch zurückzugreifen. Aber: manchmal entsteht hier ein wenig Zeitdruck. Immerhin geht es darum, die insgesamt 30 Fragen in nur einer halben Stunde zu beantworten. Wer hier bei jeder Frage auf das besagte Regelbuch zurückgreifen muss, kommt gegebenenfalls ins Straucheln.  

Zudem handelt es sich nicht nur um Regelfragen! Vielmehr werden unter anderem auch allgemeine Details und Etikette auf dem Golfplatz behandelt.  

Nur dann, wenn der theoretische Test bestanden wurde, kann der Prüfling sich im Anschluss auch dem praktischen Part widmen.  

Hier gibt es keine festen Regeln. Das bedeutet, dass die Platzreife-Prüfung in dem einen Club vollkommen anders aussehen kann als in einem anderen Club. Meist wird die Herausforderung, eine bestimmte Runde mit einer bestimmten Punktzahl abzuschließen. Doch nicht nur besagte Punktzahl entscheidet über „bestehen“ oder „nicht bestehen“. Parallel zum Spiel wird selbstverständlich auch geprüft, ob der Golfer die Regeln beherrscht.  

Läuft alles glatt und konnte der Prüfling sowohl in der Theorie als auch in der Praxis überzeugen, erhält er seine Platzreife, die in der Regel mit einer entsprechenden Urkunde „besiegelt“ wird.  

Was bringt die Platzreife eigentlich?  

Wer das Golfen liebt und die Platzreife erlangt hat, ist meist zunächst unglaublich stolz auf seine Leistung, stellt sich jedoch auch oft die Frage danach, was er mit seinen neuen Kompetenzen anfangen kann.  

Hierbei gilt: wer die Platzreife erlangt hat und entsprechend nachweisen kann, darf sein Können auf zahlreichen Golfplätzen unter Beweis stellen. Einige Plätze sind jedoch auch Golfern MIT Platzreife untersagt. Hier braucht es dann eine Mitgliedschaft in einem Golfclub oder ein bestimmtes Handicap, um aktiv mitspielen zu können.  

Manche Golfer fühlen sich – gerade in der ersten Zeit nach der Platzreife Prüfung – noch ein wenig verunsichert. Sie kennen alle Golfregeln und -etikette, es fehlt ihnen schlussendlich jedoch an Erfahrung. Keine Sorge! Viele Golfclubs haben es sich mittlerweile zur Aufgabe gemacht, genau diesen Spielern ein passendes Angebot zu offerieren, indem beispielsweise spezielle Veranstaltungen ins Leben gerufen werden. So ist es auf deren Basis oft nicht nur möglich, das eigene Handicap zu verbessern, sondern auch, genau die Erfahrungen zu sammeln, die für die weitere Golfkarriere so wichtig sind.    

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